Begleitgruppe

Das Programm «Socius – wenn Älterwerden Hilfe braucht» wird von einer interdisziplinär zusammengesetzten Expertengruppe begleitet. Neben der fachlichen Betreuung des Programms ist die Begleitgruppe auch mitbeteiligt an der Auswahl der Programmteilnehmenden.
 
"In Zeiten von knappen öffentlichen Mitteln ist eine effiziente Leistungserbringung insbesondere im Bereich der sozialen und gesundheitsbezogenen Dienstleistungen bzw. Versorgung für die ältere Bevölkerung ein Muss. Gemeindenähe, einfacher Zugang sowie die Schliessung von Informations- bzw. Versorgungslücken gehören dabei zu den wichtigsten Herausforderungen. Diesen kann nur dadurch begegnet werden, indem diejenigen Angebote, die es in meist sehr guter Qualität bereits gibt, besser auf einander abgestimmt und miteinander vernetzt werden. So kann ein Versorgungsnetz entstehen, das effizient arbeitet und dazu beiträgt, dass die aktuelle Unübersichtlichkeit abgebaut wird. Das Programm SOCIUS kann hier einen wichtigen Beitrag leisten, der nicht nur für die daran beteiligten Gemeinden Vorteile erbringt, sondern nachhaltige Wirkung durch seine Vorbildfunktion haben kann."
"In urbanen Regionen gibt es eine Vielzahl von Unterstützungsangeboten für ältere Menschen, das ganze Spektrum von Prävention über Beratung zu Wohnfragen, Unterstützung in administrativen Belangen, Hilfe beim Einkaufen, Waschen bis zur spezialisierten Pflege ist in vielen Varianten vorhanden, der Zugang häufig auch niederschwellig gestaltet. Dennoch wird es häufig nicht oder erst sehr spät, wenn vieles gar nicht mehrmöglich wird, in Anspruch genommen. Hier bessere Zugänge und Lösungen zu finden tut not."
„Die Bedeutung von Projekten mit präventivem Charakter für ältere Menschen nimmt in der heutigen Zeit zu. Nicht nur damit eine Notlage bereits vor ihrem Eintreten vermieden werden kann, sondern auch damit ein Aufbau und eine Stärkung von sozialen Beziehungen vorausschauend möglich ist. Diese Netzwerke können eine nachhaltige Bedeutung für die Bewältigung zukünftiger Krisensituationen haben. Das Programm Socius übernimmt dabei eine wichtige Rolle in der Vernetzung beteiligter Akteure.“
„Die Vielfalt an Hilfe-, Unterstützungs- und Beratungsangeboten von und für ältere Menschen hat sich wesentlich erhöht. Der föderale Aufbau der Schweiz trägt dazu bei, dass Koordination und Vernetzung der Altersangebote lückenhaft blieb. Unübersichtlichkeit, Doppelspurigkeiten und unklare Schnittstellen erschweren wirksame Hilfe und Unterstützung. Bessere Vernetzung der Altersangebote wird zur zentralen Zukunftsaufgabe im Hinblick auf ein gelingendes Altern und eine effektive Bewältigung demografischer Veränderungen.“
„Chronische Leiden nehmen zu und sie verändern das Leben der Menschen. Oft braucht es Hilfe in vielen Bereichen, damit der Alltag wieder als gelingend erlebt werden kann. Gute pflegerische Unterstützung in solchen Situationen wird schnell und unbürokratisch angeboten und koordiniert Leistungen. Sie bezieht familiale Netzwerke mit ein, befähigt Menschen, ist individuell und findet bei den Menschen zu Hause statt. Das Ziel wird aber nur erreicht, wenn alle, die den gelingenden Alltag ins Zentrum ihrer Arbeit stellen, gemeinsam handeln. Das Programm Socius unterstützt diese Koordination.“
„Die Angebote für ältere Menschen im Schweizerischen Sozial- und Gesundheitswesen sind sehr vielfältig. Manchmal zu vielfältig. Immer wieder ist von älteren Menschen und ihren Angehörigen die Kritik zu hören, dass ihnen die Übersicht und eine koordinierende Anlaufstelle fehlt. Hinzu kommt, dass wir uns im Gesundheitswesen in einem sog. Anbietermarkt befinden. Dies bedeutet, dass Angebote oftmals ohne die notwendige Koordination aufgebaut werden und es dabei immer wieder zu Doppelspurigkeiten und Parallelwelten kommt. Das Projekt Socius der Age-Stiftung greift ein wichtiges Anliegen einer bedarfsgerechten Unterstützung älteren Menschen auf, in dem das gesamte Engagement in einer Gemeinde - im gesamten Sozial- und Lebensraum - durch Modelle innovativer Zusammenarbeit bedarfsgerecht koordiniert wird.“
„Altersgerechte Betreuung, Versorgung und Pflege braucht maximale Koordination bei minimalem Verlust an Informationen“
„Menschen im Alter können im Alltag auf Unterstützung angewiesen sein, sei dies z.B. in der Haushaltsführung, bei der Organisation von Dienstleistungen wie der Pflege oder beim Zugang zu kulturellen Angeboten.
Zusammen mit den Betroffenen wollen wir im Rahmen von koordinierten staatlichen und zivilgesellschaftlichen Aktivitäten dazu beitragen, den Zugang zu den benötigten und gewünschten Angeboten zu ermöglichen und zu erleichtern. Es soll unser Ziel einer integrativen Gesellschaft sein, unsere gesellschaftlichen Strukturen und Dienstleistungen auch auf die Bedürfnisse und Teilhabe der Menschen im Alter auszurichten.“
"Die bisherigen Hilfeangebote für ältere Menschen entsprechen noch zu häufig einem «Reparatursystem», das erst in Anspruch genommen wird, wenn bereits vieles «kaputt» ist. Verloren gegangene Ressourcen lassen sich dann häufig nicht mehr wiederherstellen, sondern müssen extern kompensiert werden. Leicht zugängliche lokale und koordinierte Unterstützungsangebote können präventiv wirken, indem sie interne und soziale Ressourcen des alternden Menschen stärken und dadurch dessen Selbständigkeit länger aufrecht erhalten. Die Unterstützung muss partnerschaftlich und an individuellen Bedürfnissen orientiert erfolgen."